Rudolf Steiners und Moltkes Schlieffen-Plan

Schlieffen-Plan Quelle Wikipedia (engl.)
Schlieffen-Plan Quelle Wikipedia (engl.)

Deutschland ohne Intelligence

Bis zum heutigen Tag gilt der sogenannte Schlieffen-Plan als eine militärisch geniale Idee des preußischen Generalfeldmarschalls Alfred Graf von Schlieffen. Dieser Plan wäre dann im Jahr 1914 nur nicht konsequent genug durch Moltke (d. Jüng.) umgesetzt worden. An den angeblichen Fehlern Moltkes im August und September 1914 entzünden sich bis heute die heftigsten Diskussionen, die nur der Ablenkung dienen. 

 

Der Plan war weder genial, noch ging er auf Schlieffen zurück, wie mit neuesten historischen Forschungen belegt werden kann. Er war das Werk eines britischen Agentennetzes unter Rudolf Steiner, mit dem seit dem Jahr 1904 die Familie Moltke gezielt umsponnen worden war. Der Zweck des später erst nach Schlieffen benannten Kriegsplans war es, das Deutsche Reich durch die Verletzung der belgischen Neutralität in eine politisch völlig aussichtslose Lage zu bringen, in der Frankreich sicher mit der Unterstützung Englands und der USA rechnen konnte und Deutschland den Krieg nicht mehr gewinnen konnte.

 

Weil Deutschland nach dem Schlieffen-Plan von Steiner-Moltke bei einem Krieg mit Frankreich zuerst losschlagen und die Neutralität Belgiens verletzen musste, würde Deutschland vor aller Welt als der enthemmte Aggressor dastehen, der am Krieg alle Schuld trägt.

 

Militärisch betrachtet war der Schlieffen-Plan der reine Wahnsinn. Nicht einmal im Deutsch-Französischen Krieg von 1870 war der preußischen Armee ein schneller Sieg über Frankreich gelungen. Schlieffen selbst hatte eine defensive Kriegsführung im Westen empfohlen und keine Verletzung der Neutralität Belgiens. Mit einer Überraschung der Franzosen und deren Umzingelung zu rechnen, war völlig lächerlich, weil die Vorbereitungen eines solchen Feldzugs auch ganz ohne Rudolf Steiner als engsten Freund der Familie Moltke den Engländern und Franzosen lange vorher bekannt geworden wäre.

 

Deutschland besaß keine Intelligence, die damals und bis heute das böse Spiel der britischen Agenten hätte erkennen und abwehren können. Bis heute wird der Schlieffen-Plan gerühmt und das böse Spiel der britischen Agenten nicht erkannt. Wir werden hier nur das Netz um Moltke diskutieren können, aber es spann sich auch um andere verantwortliche Militärs und Adelshäuser, sonst wäre dieser eigentlich offenkundige Betrug nicht gelungen.

 

Die Aufdeckung dieses für Deutschland verhängnisvollen Spiels britischer Agenten um die Familie Moltke soll den Leser auch mit der Arbeitsweise der Agentennetze vertraut werden lassen, die es ja bis heute gibt und die bis heute die Aufklärung der bösen Hintergründe des angeblichen Schlieffen-Plans verhindern sollen. Denn die feindlichen Netze werden weiter gegen unser Volk und die Nation arbeiten, wenn wir ihr Vorgehen nicht verstehen können.

 

Generalstabschef Helmuth von Moltke

Generaloberst Helmuth von Moltke
Generaloberst Helmuth von Moltke

Helmuth Johannes Ludwig von Moltke wurde 1848 geboren und war der Neffe des berühmten Generalfeldmarschalls Moltke. Nach dem Tod des Vaters 1871 wurde er im Haushalt des Generalfeldmarschalls aufgenommen. 1878 heiratete er die in Schweden aufgewachsenen Eliza von Moltke-Huitfeldt (1859–1932). Moltke stand der frühen FKK-Bewegung nahe, war Ehrenpräsident des Vereins für Körperkultur in Berlin und 1908 Schirmherr eines Maskenballs für Nackte, was sein gutes Verhältnis zu Kaiser Wilhelm II. erklären könnte.

 

1880 wurde er Mitglied des Großen Generalstabes und 1882 Adjutant seines Onkels, von September 1897 bis April 1899 Militärattaché der deutschen Gesandtschaft in Wien, seit jeher mit seinem Völkergemisch ein Sündenpfuhl und Hotspot aller Agentenringe. Von 1902 bis 1904 war er Kommandeur der 1. Garde-Division des Gardekorps, 1904 wurde er Generalquartiermeister und 1906 Nachfolger Alfred von Schlieffens als Chef des Großen Generalstabes in Berlin.

 

Im Jahr 1905 verlor Russland den Krieg gegen Japan und es kam zu revolutionären Unruhen. Daher wurde das Militär Russlands als geringe Gefahr eingeschätzt, so dass bei einem Zwei-Fronten-Krieg gegen Frankreich und Russland, das ja mit dem Habsburger Reich im Konflikt lag, ein schnelles Vorgehen gegen Frankreich und dessen Niederwerfung geplant wurde. In diesem Sinne verfasste Schlieffen im Dezember 1905 eine Denkschrift für seinen Nachfolger, der allerdings schon seit 1904 unter Rudolf Steiners Einflüssen stand. Wir können also davon ausgehen, dass Schlieffens Denkschrift bereits von der Überlegung Steiners und Moltkes beeinflusst und motiviert wurde, eine höhere Autorität als Helmuth von Moltke für den gemeinen Plan einzuspannen und als geniale Autorität zu preisen. Das Ansehen des Helmuth von Moltke war nicht sehr hoch und er wurde von Kaiser Wilhelm II. gegen starke Widerstände berufen.

Die Moltkes und die Steiners

Marie Steiner wurde 1867 in Wloclawek in Russland geboren. Der Vater Jacob von Sievers war in russischen Diensten im Rang eines Generalleutnants und Stadtkommandant des Ortes. Nach der Pensionierung des Vaters zog die Familie nach Sankt Petersburg. Mit finanzieller Unterstützung ihrer Familie studierte sie von 1895 bis 1897 in Paris am Conservatoire de Paris Rezitation und Schauspielkunst. 1899 erhielt sie ein Angebot, am Berliner Schillertheater zu spielen, woraufhin sie nach Deutschland übersiedelte. Der Bühnenbetrieb sagte ihr jedoch nicht zu, worauf sie noch im selben Jahr das Theater wieder verließ. Sie war sehr sprachbegabt und kontaktfreudig, der Vater kannte sich beim Militärgeheimdienst aus, der das schauspielerische Talent der Tochter ebenfalls einsetzen konnte, wenn ihr das Theater nicht gefiel.
Sie trat im Oktober 1900 in Verbindung mit Eduard Schuré, der 1873 den deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche getroffen hatte, mit dem er die Wagner-Begeisterung und Bekanntschaft teilte. Die kultische Verehrung Wagners förderte jedoch Schurés Entfremdung, er war wohl wie Friedrich Nietzsche nicht zur Wagneranbetung bereit und wandte sich verstärkt der Esoterik und dem Okkultismus zu. 1884 traf er die deutsch-russische Okkultistin Helena Petrovna Blavatsky und wurde in die Theosophische Gesellschaft aufgenommen. Mit ihrem Sprachtalent konnte Marie von Sievers mehrere Werke Schurés aus dem Französischen ins Deutsche übersetzen.
Auf Empfehlung Schurés trat Marie von Sievers im November 1900 der Deutschen Theosophischen Gesellschaft (D.T.G.) in Berlin bei und lernte noch im selben Monat in der Bibliothek von Cay Lorenz Graf von Brockdorff bei dessen Vorträgen Rudolf Steiner kennen. Im Oktober 1902 übernahm Rudolf Steiner den Posten des Generalsekretärs der Deutschen Sektion mit Marie von Sievers als seiner Sekretärin. Eine französisch-englisch-russische Zusammenarbeit also, da musste nur noch der deutsche Generalstabsschef gewonnen werden. Geheimdienstarbeit ist wie ein Kinderspiel, nur für Historiker ein großes Rätsel, aber vielleicht dürfen sie nur nicht darüber schreiben.

 

Die Tripple Entente gegen die Mittelmächte

Deutschland mit Österreich-Ungarn gegen England, Frankreich und Russland mit Serbien
Deutschland mit Österreich-Ungarn gegen England, Frankreich und Russland mit Serbien im August 1914

Was hat eigentlich in den langen Jahren von 1871 bis 1914 enge Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland verhindert? Eine Industrienation wie Deutschland, die direkt an ein riesiges Agrarland Russland mit Rohstoffen aller Art grenzt, sollte den Außenhandel hauptsächlich mit diesem betreiben. Dann wäre durch die Abhängigkeit von deutschen Industriewaren kein Krieg Russlands an der Seite Frankreichs und Englands gegen Deutschland möglich gewesen.

 

Österreich war natürlich ein Problem wegen dessen alter Feindschaft mit Russland. Aber da hätte sich Deutschland auf eine Vermittlerposition begeben können. Russland wollte Konstantinopel erobern, um durch die Beherrschung der Dardanellen einen Zugang zum Mittelmeer und allen Weltmeeren zu erhalten. Das wäre ein Problem Englands geworden und nicht ein Problem für Deutschland oder Österreich, man hätte Russland Unterstützung anbieten können für ein Ende russischer Slawenpolitik gegen Österreich.

 

Russland war nicht so unterentwickelt, dass es für die deutsche Wirtschaft uninteressant gewesen wäre. Russisches Getreide, Fleisch und Fisch für Industriewaren hätten den Lebensstandard der Arbeiter in Deutschland gewaltig gesteigert. Warum hat das politisch keiner gesehen? Mit Russland als engem Handelspartner wäre Deutschland völlig unangreifbar gewesen, nie wieder Krieg, aber nicht einmal die Pazifisten kamen auf diese Idee, vermutlich durch das Geld aus Frankreich und England. Frankreich und England dagegen mussten diese Gefahr deutlich erkannt haben, mit Deutschland als Handelspartner wäre auch Russland unangreifbar gewesen, sie mussten Deutschland vernichten.

 

Deutschland fehlte eine eigene Intelligence, also ein Netz von Patrioten, die Zukunft von Volk und Nation zu planen. Keine Dichter, Singer, Fahnenschwinger: Bayreuth war kein Ersatz mit seinen Wagneropern. Gerade im Jahr 1905, als Japan mit Hilfe einiger US-Bankiers Russland besiegen konnte, wäre die beste Gelegenheit für ein Bündnis gewesen. Konnte jemand im deutschen Generalstab tatsächlich so blind und blöde sein, stattdessen an einem Schlieffenplan zu werkeln, wurde von feindlichen Agenten nachgeholfen?

Leonid Borissowitsch Krassin (1870-1926)
Leonid Borissowitsch Krassin (1870-1926)

Die deutsche Wirtschaft war in Russland durchaus aktiv, aber gegen den Zaren und dabei von Bankiers wie Schiff, den Warburgs und großen Unternehmen wie Siemens gefördert. Ein Beispiel:

 

Nach seinem Studium arbeitete Leonid Krassin als Ingenieur in Baku. Er war einer der ersten Herausgeber der Prawda und wurde 1903 Mitglied des Zentralkomitees der Bolschewiki, einer Strömung in der SDAPR, aus der die spätere KPdSU hervorging.

 

Im Anschluss an die niedergeschlagene Russische Revolution 1905 ging die zaristische Autokratie mit Repressionen, Verhaftungen und Verboten gegen ihre politischen Gegner vor. Krassin war in dieser Phase Organisator von bewaffneten Raubüberfällen. Krassins Chemiekenntnisse machten ihn zum Sprengstoffexperten der Bolschewiki. Er gehörte mit Lenin, Stalin, Ordschonikidse, Kamenew, Sergei Allilujew (1866–1945) und Olga Allilujewa (1877–1951), Maria Essen (1872–1956), Inessa Armand, der Krupskaja und Litwinow zu ihrem Kern.

 

1908 emigrierte Krassin nach Deutschland, wo er für die Siemens-Schuckertwerke in Berlin arbeitete und bis zum stellvertretenden Direktor der Russischen Siemens-Schuckertwerke AG aufstieg. Kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges wurde ihm die Geschäftsleitung der russischen Siemens-Niederlassungen übertragen.

 

Nach der Oktoberrevolution war Krassin von November 1918 an Volkskommissar für Handel und Industrie, anschließend Volkskommissar für Außenhandel bis 1923 und Leiter der Handelsvertretung in London (1921–23). 1924 war er Botschafter in Paris, 1925 in London.

 

Obwohl Russland auf die deutsche Industrie angewiesen gewesen wäre, gelang Kaiser Wilhelm II. so kein Bündnis mit dem Zaren, aber nach dessen und Kerenskis Sturz der Frieden von Brest-Litowsk mit den von Deutschland an die Macht gebrachten Marxisten. Einflussreiche Kreise der deutschen Wirtschaft verhinderten mit Unterstützung der USA, Frankreichs und Englands den Bund mit dem Zarenreich, das der Lieferant für Nahrung und Rohstoffe im Tausch gegen deutsche Industriegüter hätte werden können, und arbeiteten am Sturz des Zaren.

 

 Michael Kellogg, The Russian Roots of Nazism, S. 113
Michael Kellogg, The Russian Roots of Nazism, S. 113

Ein wichtiger Grund für das schlechte Ansehen des Zaren war der Antisemitismus in Russland, vor allem die Pogrome der sogenannten Schwarzen Hundert hatten weltweit Empörung ausgelöst. Sie publizierten auch die Zeitung Znamya, in der 1903 die Protokolle erstmals gedruckt erschienen.

 

Allerdings ist hier ebenfalls Agententätigkeit zu vermuten, wie das Beispiel des Mikhail Kommissarov zeigt, der damit begonnen hatte, heimlich im Keller der zaristischen Polizei in St. Petersburg Flugblätter zur Anleitung antisemitischer Pogrome während der Revolution 1905 zu drucken, damit die Schuld auf den Zaren und seine Polizei fallen sollte.

(im Bild der Auszug aus dem Werk des Historikers Michael Kellogg)

 

Auch Boris Brasol, der später in den USA mit Henry Ford und der Verbreitung der Protokolle eine große Rolle spielte, war ein professioneller Agent und kein dummer Fanatiker. Interessierte Kreise dürften hier ihre Agenten eingesetzt haben, um dem Zaren und seinem Ansehen in der Welt zu schaden.

 

Mikhail Kommissarov entpuppte sich als Doppelagent der Sowjets und dürfte von Anbeginn an als deren Agent Provocateur gehandelt haben.

Michael Kellogg, The Russian Roots of Nazism, S. 114
Michael Kellogg, The Russian Roots of Nazism, S. 114

Mikhail Kommissarov war später noch ein Saufkumpan von Rasputin, worauf ich hier nicht näher eingehen kann. Die Ermordung Rasputins erfolgte in der Zeit, als der Zar in Geheimverhandlungen mit Deutschland Frieden schließen wollte und darum vor allem durch britische Agenten und britisches Geld gestürzt wurde.

 

Nachdem er über Rasputin gute Beziehungen zum Zaren herstellen konnte, verlor er dessen Unterstützung wieder und tauchte für einige Zeit ab.

 

Im Bürgerkrieg in der Ukraine wollte Kommissarov sich dem gegen die Bolschewiken kämpfenden Hetman Pawlo Skoropadskyj andienen, der seine Dienste jedoch wohl aus gutem Grund ablehnte. Mikhail Kommissarov stand bei vielen Weißen als Agent der Sowjets im Verdacht, er soll heimlich die sowjetische Geheimpolizei Tscheka bei der Verfolgung der Weißen unterstützt haben.

 

In München gewann Mikhail Kommissarow das Vertrauen des Generals Ludendorff und großen Einfluss auf die Kreise der russischen Emigranten in Bayern.

 

Das wirft die Frage auf, warum ein professioneller Agent wie der im November 1923 neben Hitler von der bayerischen Polizei erschossene Max Erwin von Scheubner-Richter auf Mikhail Kommissarov hereingefallen sein sollte. Scheubner-Richter tauchte bereits vor dem Krieg in München auf, wo er sofort im Salon der für ihre politischen Kontakte bekannten Familie Pringsheim verkehrte. Nach "Putzi" Hanfstaengl war Scheubner-Richter ein russischer Agent, der in der Türkei die Seite gewechselt habe, wo er als deutscher Agent die Ölversorgung Russlands aus Baku stören sollte, wozu er Verbindung zu Stalins Bolschewiki dort gebraucht hätte. Die Tante Emmy Siré von Alfred Rosenberg war mit dem Geschäftsmann Theophil Eck verheiratet, der unter anderem Konsul in Baku war, wo Emmys Bruder Eugen Vizegouverneur war, und lebte dort bis zu dessen Verhaftung 1926 für einen Gefangenenaustausch mit Deutschland, Großvater Friedrich August Siré, Eisenbahnbeamter in St. Petersburg, war im Jahr 1916 in Baku verstorben (siehe Ernst Piper, Alfred Rosenberg, S. 22). 

 

Vielleicht wusste die bayerische Polizei mehr über seine wahren Auftraggeber. Bei den Pringsheims verkehrten noch andere berüchtigte politische Aktivisten wie der baltische Maler Otto v. Kursell, der 1918 Hedwig Pringsheim porträtierte. Jedenfalls ist Mikhail Kommissarov ein wichtiges Beispiel für die Arbeit von Provokateuren, was viele Historiker später wegen mangelnder Erfahrung mit der Arbeit politischer Agenten nicht zu erkennen vermögen.

 

Mikhail Kommissarow organisierte sogar die Reisegruppe mit Scheubner-Richter zu General Wrangel auf die Krim und wurde kurz vor der letzten Etappe der Reise im Juli 1920 als Sowjetagent erkannt. Wer sich auskennt, würde sämtliche engen Mitstreiter von Kommissarov seit der Zarenzeit in Lenins und Stalins Diensten vermuten. Vor allem, wenn sie über viel Geld verfügen, da gibt keiner sein eigenes Geld, nicht mal für den Antisemitismus.

 

As one of his many lies, Kommissarov claimed to serve as the authorized representative of General Piotr Vrangel, a man of noble Estonian/Baltic German ancestry who had taken control of the weakening Southern Russian Armed Forces from General Denikin in April 1920. On the basis of this spurious authority, Kommissarov began collaborating with White emigres who sought to wrest the Ukraine from Bolshevik rule. In particular, he teamed up with the extreme anti-Semitic right-wing monarchists and Germanophiles Boris Pelikan and Konstantin Scheglovitov.

Kommissarov’s Ukrainian associates possessed solid right-wing credentials. Pelikan and Scheglovitov had belonged to the far right Monarchical Bloc in Kiev in 1918 under German occupation. Pelikan, an extremely wealthy individual, had played a prominent role in the Black Hundred movement in Imperial Russia, and he had served as the mayor of Odessa with its large Jewish population. Like Kommissarov, he belonged to the Southern Section of the monarchical Soiuz vernych (Union of the Faithful) under the overall leadership of the former Union of the Russian People faction leader Nikolai Markov II. Scheglovitov had served as the Minister of Justice in Imperial Russia, and he subsequently engaged in shady business deals and acquired large sums of money from rightist organizations in the Ukraine. In 1920, Pelikan and Scheglovitov led a Munich-based grouping that struggled for an independent Ukraine.

Kommissarov, Pelikan, and Scheglovitov helped to form a commercial organization dedicated to fostering trade between rightist elements in Bavaria and General Vrangel’s forces on the Crimean Peninsula. (Michael Kellogg, The Russian Roots of Nazism, S. 115)

 

General Pjotr Wrangel versuchte verzweifelt, die antisemitische Agitation in seinem Herrschaftsbereich zu unterbinden, weil diese ihm die Unterstützung der Franzosen und Engländer raubte. Er musste im November 1920 die Krim räumen und den Bolschewiken überlassen, was vermutlich der geheime Zweck der Reise von Scheubner-Richter und seinen Mitstreitern war und dafür von Mikhail Kommissarov organisiert wurde, der wohl nicht von Geburt so hieß, sondern sich den Namen mit Bedacht gewählt hatte. Helfen konnten sie Wrangel nicht, aber schaden konnte man ihm gewaltig durch den Besuch deutscher Antisemiten, was Historiker nicht durchschauen.

 

Auf der Krim traf Scheubner-Richter Georgij Nemirovič-Dančenko, den Pressechef des Generals, der später noch in München eine große Rolle spielen sollte:

In seinen später erscheinenden Erinnerungen V Krymu pri Vrangelě (Auf der Krim bei Vrangel’) wirft der Pressechef seinem Vorgesetzen vor, ihn wiederholt bei der Arbeit behindert zu haben. So habe ihn Vrangel’ zurechtgewiesen und die Einstellung der Zeitschrift Russkaja Pravda (Die Russische Wahrheit) verfügt, nachdem dort antisemitische Beiträge veröffentlicht worden waren. (ebenda)

Der Vater Vladimir Ivanovič Nemirovič-Dančenko leitete das Moskauer Kunsttheater und erhielt dafür den Titel des Volkskünstlers der UdSSR.

Bereits Ende April 1921 hält er im Festsaal des Hofbräuhauses einen Vortrag zum Thema Ist Deutschland mit schuld am Kriege?. Vor über 1.100 Zuhörern legt der Referent dar, dass der russische Generalstab den Zaren getäuscht habe und nur dessen Intrigen Russland zum Kriegseintritt bewogen hätten. Nemirovič-Dančenko spart zudem nicht mit Kritik an den anderen Ententemächten. So sei die Hauptlast des Krieges von Russland getragen worden, während Großbritannien und Frankreich sich auf einen Stellungskrieg beschränkt hätten. Russland sei fraglos der natürliche Verbündete Deutschlands gewesen und der Niedergang des Zarenreiches sowie der Aufstieg der Bolschewiki einzig der Perfidie Londons zuzuschreiben. Dabei zieht der Redner auch antisemitische Register und fordert die Beseitigung des „jüdischen Kapitalismus“, wozu ein Bund zwischen Deutschland und Russland nötig sei. (ebenda)

 

Die Moltkes in der Christlichen Wissenschaft

Foto des Komitees für die deutsche Übersetzung von Wissenschaft und Gesundheit - vermutlich im Hotel Beaconsfield in Brookline, Massachusetts, von links: Helmuth Graf von Moltke, Ulla Schultz (später Oldenbourg), Adam H. Dickey, Renate Hermes (später King), Dorothy von Moltke, Theodor Stänger. Ca. 1910. P07507. Unbekannter Fotograf.

 

Ausgangspunkt für die, wie die Kirchengründerin Mary Baker Eddy es in ihrem Werk Wissenschaft und Gesundheit nennt, Entdeckung der Christian Science sei ihre spontane Heilung von den schweren Folgen eines Unfalls im Jahr 1866 gewesen. Eddy führte ihre unerwartete Gesundung auf eine Inspiration beim Lesen der in der Bibel dargestellten Heilung des Gelähmten (Matthäus 9) zurück.

 

Bevor sich jemand fragt, wer denn sowas geglaubt haben soll und warum in aller Welt die Familie Moltke: Wie die Theosophie war auch die Christian Science der Mary Baker Eddy in Boston, USA, eine Tarnung angloamerikanischer Agentenringe, was ein geübter Blick am Kreis der beteiligten Personen und deren Lebensläufen leicht erkennen kann. Die haben angeblich mehr Kranke geheilt als Jesus, welcher intelligente Mensch sollte das ernsthaft glauben können?

 

Helmuth Graf von Moltkes Cousine, Gräfin Fanny von Moltke, Tochter des Generalobersten Helmuth von Moltke, verheiratete von Zastrow, hatte 1907 wegen einer Übersetzung von Wissenschaft und Gesundheit an Mrs. Eddy geschrieben, die damals noch eine Übersetzung ablehnte. Die Moltkes reisten 1907 nach Hannover zu Bertha Günther-Peterson, die Helmuth von Moltke angeblich bereits 1899 als Lehrerin der Christlichen Wissenschaft von einer Nervenstörung geheilt und damit sein Interesse an der Religion geweckt habe. Also vor seiner Bekanntschaft mit Dorothy, die Heirat wird dann wohl der Secret Service arrangiert haben. Im März 1910 wurde Helmuths Artikel „Disharmonie ist unwirklich“ im Herold der Christlichen Wissenschaft veröffentlicht. Ein Nachdruck in englischer Sprache, „Discord Unreal“, erschien im Christian Science Sentinel vom 14. September 1912. Dorothy schrieb „The Works of God Made Manifest“ für den Sentinel sowie „Our Garden“.

 

Das böse Spiel war eigentlich kein Geheimnis, hätte es eine deutsche Intelligence gegeben, wären die Moltkes sofort aus allen wichtigen Positionen entfernt worden. Aber da war nur Militär, insofern ist der Vorwurf des "Militarismus" sogar berechtigt: Militär ohne Intelligence ist nur Kanonenfutter. Intelligence darf nicht der Regierung unterstellt sein oder dem Militär, wie man hier sehen kann, sondern muss völlig unabhängig operieren, erkennbar nur an ihren Erkenntnissen. Das ist Geheimdienst an Volk und Staat und muss sich völlig unabhängig von fremdem Einfluss organisieren und finanzieren. Kann er das nicht, hat er ohnehin keinen Wert, wie die Figuren Nicolai und Canaris zeigen.

 

Das Gut der Moltkes in Kreisau (Schlesien)
Das Gut der Moltkes in Kreisau (Schlesien)

In der damaligen Zeit hingen das gesellschaftliche Ansehen und die Möglichkeiten einer Karriere davon ab, Schlösser und große Rittergüter nicht nur geerbt zu haben, sondern auch unterhalten zu können. Aus dem Ertrag der Landwirtschaft oder gar mit den Gehältern eines Offiziers, und wäre er der Chef des Großen Generalstabs gewesen, war der Aufwand zur Repräsentation nicht zu finanzieren. Das ist der Grund, warum wir viele im Sold der USA und Englands, in der Weimarer Republik sogar im Sold Moskaus finden können, denn ohne wirklich viel Geld war keine Karriere zu erhoffen, auch nicht für die Kinder später.

 

Helmuth Graf von Moltke hatte das Schloss Kreisau mit dem abgebildeten Rittergut geerbt und wohl durch Gelder finanziert, die aus Südafrika seiner Frau Dorothy Rose, einziges Kind von Sir James Rose Innes, Generalbundesanwalt Südafrikas und später Oberster Richter, die er am 18.10.1905 in Pretoria, Südafrika, geheiratet hatte, und aus den USA zum Engagement in der Christian Science zuflossen.

 

1896 erfolgte die Einführung der Christlichen Wissenschaft in Dresden und 1899 in Berlin durch Frances Thurber Seal. Eliza von Moltke-Huitfeldt, Gattin des Generalobersten Helmuth von Moltke, sah sich durch die Gebete der Christlichen Wissenschaft nach Frances Thurber Seal von einer Krankheit geheilt und wurde ebenfalls eine Gläubige dieser Lehre.

 

Vom Spiritismus zum Antisemitismus: Mary Karadja

Durch Eliza von Moltke übersetztes Werk
Durch Eliza von Moltke übersetztes Werk

Fürstin Mary Karadja, Tochter des schwedischen „Branntweinkönigs“ und Senators Lars Olsson Smith heiratete 1887 den osmanischen Diplomaten Fürst Jean Constantin Karadja Pascha (1835–1894), der in Stockholm, Den Haag und London tätig war. Ihr dritter Sohn Constantin Karadja wurde rumänischer Diplomat.

 

Von 1902 bis 1904 publizierte sie eine spiritistische Zeitschrift.

 

Ihr Werk über "Spiritistische Phänomene" wurde durch Eliza von Moltke übersetzt. Dass wir es hier mit einem Agentennetz und nicht mit spinnerten Weibern zu tun haben, beweist das professionelle Netzwerken von Mary Karadja viele Jahre nach ihrer Mitwirkung beim faulen Zauber um die Moltkes. Ein spinnertes Weib hätte nicht einmal die Namen gekannt:

 

Zitat aus Wikipedia:

 

Karadja lebte in den Niederlanden, Großbritannien, Belgien und Frankreich und ab 1928 in Locarno, wo sie in ihrer Villa Lux auch dank ihres Vermögens zum Mittelpunkt eines weitverzweigten Netzes von Antisemiten wurde.

Sie korrespondierte mit Edwin Cooper, Henry Coston, Leslie Fry und Herman de Vries de Heekelingen.

Enge Kontakte hatte sie zu Henry Hamilton Beamish und dessen Unterstützer Arthur Kitson. Karadja propagierte den von Beamish in den frühen 1920er Jahren entworfenen Madagaskarplan zur Deportation der Juden.

In Deutschland hatte sie Kontakt zu Fanny von Wilamowitz-Moellendorff und deren Schwester Carin Göring. Sie belieferte den von Ulrich Fleischhauer und Georg de Pottere gegründeten Welt-Dienst mit Nachrichten und nahm 1934 an einem Kongress der „Pan-arischen Bewegung“ in Erfurt teil. Karadja war Präsidentin der von ihr 1934 gegründeten „Christlich-Arischen Schutz-Liga“, die Länderkomitees in der Schweiz, in Frankreich, Jugoslawien, Rumänien, Schweden, England und den USA hatte.

Während des Berner Prozesses gab sie 1934 unter dem Pseudonym W. Creutz im Pariser Verlag Coston eine Kampfschrift zur Echtheit der Protokolle der Weisen von Zion heraus, die sie auch in Schwedisch und Englisch erscheinen ließ.

 

Der 1889 geborene Sohn Constantin Karadja wurde in England am Framlingham College und am Inner Temple ausgebildet. Er ließ sich in Rumänien nieder, heiratete dort 1916 Marcela Elena Caradja, erhielt die rumänische Staatsbürgerschaft und trat 1920 in den diplomatischen Dienst ein. Seine diplomatischen Missionen führten ihn als Konsul nach Budapest (1921–1922), als Generalkonsul nach Stockholm (1928–1930) und Berlin (1931–1941). Im Amt als rumänischer Generalkonsul von 1931 bis 1941 in Berlin und als Leiter der Konsularabteilung im Außenministerium des faschistischen Rumäniens von 1941 bis 1944 bemühte sich Prinz Constantin Karadja kontinuierlich um die Rettung von Juden rumänischer Staatsangehörigkeit, insbesondere die in Deutschland, Frankreich und Ungarn angesiedelten (Quelle Wiki).