Aktuell zu Wirtschaft und Gesellschaft

 

Invisible Hands: The Making of the Conservative Movement From the New Deal to Reagan by Kim Phillips-Fein

 

William Vickrey: Fifteen Fatal Fallacies of Financial Fundamentalism  A Disquisition on Demand Side Economics (Fallacy 2 zur Neoklassik - es ist alles längst bekannt, wird aber totgeschwiegen)


Pepe Escobar: Empire of Chaos (PDF)

 

 

 

Zum Klimaschwindel und anderen Lügen

Helmut Böttiger  Klimawandel: Gewissheit oder politische Machenschaft?

 

Hartmut Bachmann  Die Lüge der Klimakatastrophe - und wie der Staat uns damit ausbeutet

 

David McGowan (in Deutsch übersetzt): Wagging the Moon Doggie

 

Miles W. Mathis: Der Atombomben-Hoax  

 

 

Zur Weltwirtschaftskrise

 

Wilhelm Lautenbach (1891-1948): Zins, Kredit und Produktion (pdf)

(Der mit seinem Lautenbach-Plan von 1931 zur Überwindung von Krise und Massenarbeitslosigkeit berühmt gewordene Ökonom Lautenbach, der ähnlich wie Keynes argumentierte, starb am 24.Mai 1948 in Davos an TBC und Unterernährung, eine Folge der Lebensbedingungen in Deutschland unter der allierten Besatzung. Der Versuch seiner Freunde im Ausland, ihn noch durch einen Aufenthalt in der Schweiz zu retten, war zu spät gekommen. Bei Wikipedia findet man über ihn nur dürftige Daten.)

Zitat S. 58: "In Wahrheit aber ist Ersparnis (Nettoersparnis) und Neuinvestition gesamtwirtschaftlich von Haus aus identisch." Lautenbach widersprach energisch den von Seiten der Deflationisten (wie etwa von Adolf Weber in seinen Leitsätzen der Kreditpolitik) verbreiteten Vorstellungen, dass das Sparen der Investition vorhergehe, die Investition sich am Umfang der Ersparnisse orientieren müsse und vor allem hohe Zinsen die Ersparnisse und damit die Investitionen fördern würden.

 

Paul Einzig: World Finance, 1914-1935 (Google-Books)

 

Frederick Soddy: The Role of Money, 1934  

 

R. G. Hawtrey: The Art of Central Banking (Google-Books)

 

Lionel Robbins: The Great Depression, 1934 (Google Books) Das Buch eines Lügners, der sich dumm stellt. Robbins war einer der bösartigsten Deflationisten.

 

Hak-Ie Kim: Industrie, Staat und Wirtschaftspolitik: die konjunkturpolitische Diskussion

 

Hak-Ie KIm (Seoul): Die Großindustrie und die Konjunkturpolitik unter der Kanzlerschaft Brünings (PDF)

 

 

 

John Maynard Keynes

 

The General Theory of Employment, Interest and Money  (online) 


Essays in Persuasion (das wichtigste Buch von Keynes)

 

Ein Traktat über Währungsreform  (wichtig zum Verständnis der Weltwirtschaftskrise, es geht um die Frage Deflation der Preise oder Währungsabwertung)

 

 

 

Zur Saldenmechanik

 

 

Volkswirtschaftliche Saldenmechanik Ein Beitrag zur Geldtheorie 2. Auflage 44,- € bei Amazon oder im Buchhandel

 

Austrian Economics (Österreichische Schule der Ökonomie)

Henry George und die Landreform

 

Henry George: Progress and Poverty (online oder PDF)

Seine Erklärung der Wirtschaftskrisen mit einem Anstieg der Landpreise und Pachten ist falsch, aber seine Darstellung der Ursachen der Verelendung der Bevölkerung unter britischer Herrschaft in Irland oder in Indien ist sehr informativ. Henry George kritisierte Malthus und wies nach, dass Hunger und Elend immer durch die herrschenden Verhältnisse und nie durch eine Überbevölkerung oder eine Erschöpfung der Böden verursacht waren.

 

Weitere Literatur zum Thema Landreform und Henry George auf der folgenden Website:

 

School of Cooperative Individualism

 

 

Wirtschaftsgeschichte

Geschichte

 

Helmut Roewer: Kill the Huns - Tötet die Hunnen! (Amazon)


Hinter den Kulissen des Ersten Weltkriegs:


Wer bis jetzt gemeint hat, er wäre gut informiert und glaube eh kein Wort aus den Geschichtsbüchern, der sollte das Buch von Roewer auch noch lesen und wird staunen, an welche Geschichten er doch noch alles bis jetzt geglaubt hat.



John P. Cafferky:  Lord Milner's Second War: The Rhodes-Milner Secret Society

                          The Origin of World War I and the Start of the New World Order

 

Cafferky beweist in seinem Buch die gezielte Vorbereitung des Ersten Weltkriegs durch die politische Gruppe der Imperialisten um Lord Milner:

 

The present work suggests that the Foreign Secretary, Sir Edward Grey, The Secretary of War, Richard Haldane and the British Director of Military Operations, General Sir Henry Wilson forged the military arrangements with France that led Britain to war. But two of these men, Grey and Haldane, belonged to the Rhodes-Milner secret society, and the third, General Wilson, was a close associate of Lord Milner. “Lord Milner’s Second War” outlines how this secret society directed British foreign policy to fomenting a European conflict. With patience and skill, Foreign Secretary Grey convinced France and Russia of Britain’s genuine commitment to taking part in a European war. As a result, France and Russia became more aggressive in the Balkans. With the rise of President Poincaré of France, Sir Edward Grey at last had a French partner who unequivocally wanted war. Allied to Russian Ambassador Izvolsky, Poincaré and Grey arranged for Europe to plunge into the 1914-18 catastrophe. The First World War did not go as planned, but Milner won in the end with a lot of help from the American banking cartel, which arranged the extraordinary intervention of America. The Milner Group came out of World War I as the most powerful organization in the West. They had a major influence in starting World War II and they emerged from that war stronger than ever. After the Second World War, headquarters moved permanently to New York. Gradually the organization transformed itself into the New World Order and Bilderberg Group of the present. (Auszug aus der Amazon-Buchvorstellung)

 

 

Edmund Dene Morel:

 

Truth and War, London 1918 (archive.org)

 

 

Stefan Scheil:

 

Transatlantische Wechselwirkungen: Der Elitenwechsel in Deutschland nach 1945. Duncker & Humblot, Berlin 2012

 

Guido Giacomo Preparata:

 

Wer Hitler mächtig machte

 

Professor David MacGregor, University of Western Ontario:

 

Conjuring Hitler is the most important book on modern European history since George Lichtheim's Europe in the Twentieth Century. Unlike Lichtheim's volume, however, Conjuring Hitler successfully challenges every aspect of conventional wisdom about the politics of the two world wars. George W. Bush famously said that Saddam Hussein was 'worse than Hitler.' President Bush had a point (his family after all was very familiar with the Nazis). Both Hitler and Saddam likely were evil creations of the US and British intelligence apparatus. As Conjuring Hitler makes clear, the rise of Hitler was assisted at many critical points by the war parties in England and the United States who plotted to set Russia and Germany against one another and collect the spoils.

Conjuring Hitler: How Britain and America Made the Third Reich

 

Wolfgang Eggert: Die Welt ist nicht genug, Stauffenbergs Scheitern im Spiegel der angloamerikanischen Geopolitik

 

Zeitgeist-online: US-Geostrategie und deutsche Souveränität: Ein heißes Eisen

 

David Teacher:

 

ROGUE AGENTS The Cercle Pinay complex 1951 - 1991 (PDF)

 

 

F. W. Engdahl:

 

Mit der Ölwaffe zur Weltmacht. Der Weg zur neuen Weltordnung

 

 

Carroll Quigley:

 

Katastrophe und Hoffnung. Eine Geschichte der Welt in unserer Zeit

 

Anglo-American Establishment

 

Tragedy & Hope: A History of the World in Our Time

 

The Evolution of Civilizations: An Introduction to Historical Analysis

 

 

Gustavus Myers:

 

Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (1923) Band1

 

Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (1923) Band2


History of the Great American Fortunes by Gustavus Myers

 

 

 

Ferdinand Lundberg: America's Sixty Families  

 

Ferdinand Lundberg. America's 60 Families. New York: Vanguard Press, 1937:

Chapter IV: "The Politics of Pecuniary Aggrandizement: 1912-1920", subchapters 4 & 5, pp. 133-148

 

 

Böhtlingk, Arthur, 1849-1929Bismarck und das päpstliche Rom. Genetische Darstellung an der Hand der Quellen

 

Belloc, Hilaire: The Yews (archive.org) 

 

Hilaire Belloc, Cecil Chesterton: The Party System (archive.org)

 

Maurice Samuel: You Gentiles (archive.org)

 


Zeitgeist-online: US-Geostrategie und deutsche Souveränität: Ein heißes Eisen

 

David Teacher:

 

ROGUE AGENTS The Cercle Pinay complex 1951 - 1991 (PDF)

 

 

F. W. Engdahl:

 

Mit der Ölwaffe zur Weltmacht. Der Weg zur neuen Weltordnung

 

 

Carroll Quigley:

 

Katastrophe und Hoffnung. Eine Geschichte der Welt in unserer Zeit

 

Anglo-American Establishment

 

Tragedy & Hope: A History of the World in Our Time

 

The Evolution of Civilizations: An Introduction to Historical Analysis

 

 

Gustavus Myers:

 

Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (1923) Band1

 

Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (1923) Band2


History of the Great American Fortunes by Gustavus Myers

 

 


Biografien und sonstige lesenswerte Bücher

Börnstein, Heinrich, 1805-1892: Fünfundsiebzig Jahre in der alten und neuen Welt (1884) (online)

 

Max Simon Nordau: Die conventionellen Lügen der Kulturmenschheit (1888) (archive.org, online)

 

Harry Graf Kessler: Notizen über Mexiko (1898) (archive.org, online)

 

R. N. Coudenhove Kalergi:

 

Die Verfassungsform, die Feudalismus und Absolutismus ablöste, war demokratisch; die Herrschaftsform plutokratisch. Heute ist Demokratie Fassade der Plutokratie: weil die Völker nackte Plutokratie nicht dulden würden, wird ihnen die nominelle Macht überlassen, während die faktische Macht in den Händen der Plutokraten ruht. In republikanischen wie in monarchischen Demokratien sind die Staatsmänner Marionetten, die Kapitalisten Drahtzieher: sie diktieren die Richtlinien der Politik, sie beherrschen durch Ankauf der öffentlichen Meinung die Wähler, durch geschäftliche und gesellschaftliche Beziehungen die Minister.

Praktischer Idealismus (scribd)

 

Austen Henry Layard: Autobiography and letters from his childhood until his appointment as H.M. Ambassador at Madrid (1903) (archive.org, online)

 

Walter W. Ligget: The Rise Of Herbert Hoover (1932) (archive.org, online)

Herbert Hoover hat sein erstes großes Vermögen in China durch Erpressungen gemacht. Da wurde behauptet, dass aus der Villa eines reichen Chinesen auf die Kolonialtruppen geschossen worden sei und der Eigentümer wurde dafür in eine Zelle geworfen und mit seiner Hinrichtung bedroht. Er konnte sein Leben retten, indem er dem Kumpan von Hoover umfassende juristischen Vollmachten erteilte, der damit dessen Anteile an chinesischen Firmen Herbert Hoover überschrieb und diesem weitere Rechte übertrug. Im ersten Weltkrieg war das Hilfsprogramm der USA zur Unterstützung der vom Krieg eingeschlossenen Niederländer mit Nahrung in der Hand von Hoover, der die Hilfslieferungen, so die Vorwürfe, für sich zu Geld gemacht haben soll. 

 

Megalitkultur und bis heute unerklärbare Funde

Auf dem Youtube-Kanal New Earth befinden sich sehr viele Videos von Archäologischen Funden, die meist zur Megalitkultur gerechnet werden, für die es aber bei rechter Betrachtung keine Erklärung gibt, die sich mit den herrschenden Lehren der Historiker vereinbaren ließen.

 

Zu diesem Kanal gibt es eine Website, die ich jedem empfehlen möchte: http://megaliths.org/

 

Ebenso sehr interessant:

Explorations by A.Koltypin

 

Chronologiekritik

 

Vielleicht war alles ganz anders, als es in den Geschichtsbüchern steht, man sollte es zumindest nicht völlig ausschließen und als Gedankenspiel ist es sehr hilfreich, das Misstrauen gegenüber historischen Darstellungen zu lernen. Jedenfalls empfehle ich jedem Studenten der älteren Geschichte, Kirchengeschichte und Archäologie, zuerst einmal Edwin Johnson und Jean Hardouin zu lesen. Wie weit die Wahrheit allgemein bei den Fachleuten bekannt sein dürfte, aber dem Publikum und den Studenten (wie in der VWL) systematisch verheimlicht wird, lässt sich vermuten. Caesar schrieb bestes Kirchenlatein und kann in den Schulen verwendet werden. Selbstverständlich wissen die Archäologen, die "Troia" ausgraben, dass sie nicht Troia ausgraben:


Wilhelm Kammeier: Die Fälschung der deutschen Geschichte (archive.org) und Der zweite große Angriff (VfgF, Viöl, 2003)

 

Peter Franz Joseph Müller: Die Ursprache und Meine Ansicht der Geschichte (Köln, 1826)

 

Eine interessante und gut belegte These von Edwin Johnson, wonach das Christentum erst in der Zeit der Kreuzzüge entstand und alle früheren Zeugnisse in den Schriften der alten Römer Fälschungen der Mönche seien, die uns diese Schriften "überliefert" haben.

 

Edwin Johnson:

 

The Rise of Christendom (1890) (archive.org)

 

The Rise of English Culture (1904) (archive.org); ein Meisterwerk für Insider voller Witz geschrieben

 

Antiqua Mater A Studi of Christian Origins (1887) (archiv.org)

 

Antiqua Mater: Wer waren die ersten Christen? (Amazon)

 

Meine Ergänzung zu Johnson: Das Motiv für die Kreuzzüge wäre selbstverständlich nicht die Religion gewesen, sondern die Schätze des Orients, also Gewürze, Salben, Räucherwerk. Nicht zufällig liegen die heiligen Städte Jerusalem und Mekka an der Gewürzhandelsstraße zwischen Europa und Indien. Die Erfindung des Christentums mit Jesus als dem Erben des Reiches von David und den christlichen Rittern und frommen Pilgern als dessen rechtmäßigen Erben war die frohe Botschaft für den Anspruch auf das Heilige Land. Eine Pilgerfahrt oder ein Kreuzzug bedeuteten die Erlösung von aller materiellen Not für die glücklichen Heimkehrer mit ihren Pfeffersäckchen und dem duftenden Weihrauch für die ersten christlichen Kirchen. 

 

Wer einmal alles grundsätzlich überdenken will, was ihm über Geschichte erzählt worden ist, von den griechischen Trieren bis zum alten Rom:

 

Robert Grishin, Vladimir Melamed: The Medieval Empire of the Israelites

 

Anatoly Fomenko: History: Fiction or Science?

 

 

 

Die Erfindung des Christentums

Die Thematik überschneidet sich etwas mit Geschichte und Chronologiekritik. Jedenfalls kann das Christentum nicht so entstanden sein und sich ausgebreitet haben, wie es bis heute in den Geschichtsbüchern steht. Das Rätsel ist noch nicht wirklich geklärt und man darf auf Überraschungen gespannt sein.

 

The Prolegomena of Jean Hardouin (online); Der Jesuit Jean Hardouin (1646-1729), der in Paris eine zwölfbändige Sammlung der Akten sämtlicher Konzilien neu editierte, erklärte die Kirchenväter und fast alle andere Literatur aus der Zeit der alten Römer und Griechen zu Fälschungen:

 

A vast number of volumes was prepared, because the wicked forgers knew that the more there were, the more difficult it would be to unravel the fraud. It was as necessary to forge about as many Greek as Latin books; otherwise it would forthwith be suspected that the fraud was done in the Latin world. Moreover, the consent of the Two Churches must be pretended and shown; this was the scheme which they carried out. They gave to Greece, among the first, Gregory of Nazianzus, Chrysostom; to Cappadocia, Basil and Gregory of Nyssa; to the East, Theoderet, Eusebius; to Egypt, Clement, Origen, Athanasius, Cyril; to Italy, Ambrose, Leo, Gregory the Great; to Palestine and Syria, Justin, Cyril the second, Damascenus; to Cyprus, Epiphanius; to Africa, Tertullian, Cyprian, Optatus, Augustine, Fulgentius, etc. - besides almost countless others in various parts of the world. (Prolegomena, Translated by Edwin Johnson, Sydney 1909, S. 22/23)

 

Wikipedia:

 

Er versuchte zu beweisen, dass nicht nur die griechische Übersetzung des Alten Testaments (die Septuaginta), sondern auch der griechische Urtext des neuen Testaments nichts weiter sei als das Werk eines Gelehrten späterer Zeiten. Die Zuversicht, mit welcher er solche Behauptungen aufstellte, erregte großes Aufsehen, und Zeitgenossen vermuteten hinter seiner Arbeit jesuitische Aktionen zur Bekämpfung der Protestanten und Jansenisten, denen man kaum leichter einen Abfall von der wahren Religion nachweisen könnte als durch eine Diskreditierung der Quellen, auf die sie sich stützten.

 

Wenn man ihn zwischen den Zeilen liest, so wäre das gesamte Christentum eine Erfindung der etwa 400 Jahr vor Hardouin.

 

Adolf Harnack, Marcion: Das Evangelium vom fremden Gott (archive.org)

 

Harnack ist der Einstieg zu einer anderen Geschichte und Deutung des Christentums, nämlich zum Versuch der Marcioniten, einen guten Gott im Gegensatz zum eifernden Rachegott des Alten Testaments zu predigen. Wie wir wissen, sind die einst zahllosen Anhänger des Marcion von der katholischen Kirche überwunden und deren Spuren aus der Geschichte entfernt worden. Bis Adolf von Harnack das Thema wieder aufgegriffen hat.

 

Joseph Atwill, Caesar's Messiah (Website des Autors), Das Messias-Rätsel: Die Geheimsache Jesus (amazon) 

 

Joseph Atwill hat ziemlich überzeugend nachgewiesen, dass sich die vielen widersprüchlichen und unverständlichen Anspielungen im NT sofort aufklären, wenn wir es im Zusammenhang zum Jüdischen Krieg des Flavius Josephus lesen. Nach Atwill wurde das NT im Auftrag der Flavier geschrieben, um den Widerstand der Juden gegen Rom mit der Lehre des bereits erschienenen Messias (in Gestalt literarischer Anspielungen auf Titus, den Eroberer Jerusalems) zu brechen.

 

 

Alte ökonomische Schriften

Ganz erstaunlich:

 

Mit den Staatsschulden entsprang zugleich ein internationales Kreditwesen, welches oft die Quelle der ursprünglichen Kapitalentstehung in einem bestimmten Lande versteckt. Die Gemeinheiten des venezianischen Raubsystems z. B. bilden eine verborgene Grundlage des Kapitalreichtums in Holland, dem das verfallene Venedig große Geldsummen lieh. Ebenso verhält es sich zwischen Holland und England im 18. Jahrhundert und jetzt zwischen England und den Vereinigten Staaten von Nordamerika.

Kapital und Arbeit, Kap. Der Ursprung des modernen Kapitals (marxists.org)

 

Das schrieb ein Johann Most im Jahr 1876. Einige Auszüge seiner Werke gibt es hier: Johann Most (1846-1906) (marxists.org)

 

Johann Most war auch schon klar, dass Armut und Elend der Völker nicht einem Mangel der Natur, sondern allein der herrschenden Klasse von Ausbeutern, Menschenschindern und Räubern an der Spitze der Staaten zu verdanken war, die von den Anarchisten bekämpft werden sollten:

 

Die Völker hungern aus Üeberfluss an Nahrung, frieren aus allzu grossem Reichthum an Heizungsmaterialien, gehen verlumpt wegen einer zu riesigen Menge fertiger Kleider umher, und haben kein Obdach, weil es zu viele schöne Wohnungen giebt!

Dieses absurde Verhältniss beweist, dass der schwierige Punkt nicht mehr auf dem Gebiete der Produktion, sondern auf dem der Konsumtion liegt. Es ist keine Rede mehr davon, dass die Bedürfnissgegenstände der Menschen nicht in genügender Menge oder Geschwindigkeit verfertigt werden könnten. Es handelt sich blos darum, diese nahezu unerschöpfliche Leistungsfähigkeit auf produktivem Gebiete in Einklang zu bringen mit den menschlichen Bedürfnissen, indem alle jene Dinge hinweg geräumt werden, welche der Befriedigung derselben die denkbar engsten Schranken auferlegen.

Johann Most, Die freie Gesellschaft (archive.org), Selbstverlag 1884

 

Unter anderem hat er als Anarchist in den USA auch ein praktisches Schriftlein über Bombenbau und Giftmischerei verfasst, weil er wohl in seinen langen Jahren in allen möglichen Gefängnissen zu der Erkenntnis gekommen war, dass man mit guten Argumenten von den Herren über die Völker nur ausgelacht und weggesperrt wird.

 

Der Staat ist die organisierte Peitsche, womit die Volksmassen zu Gunsten einer räuberischen und ausbeutenden Minorität in Schrecken versetzt und in Unterwürfigkeit erhalten werden.

Es werden Schätze und Reichtümer (Produkte menschlicher Arbeit) im Werte von Hunderten von Millionen durch Einzelne aufgehäuft. Da solches aber nur geschehen kann, wenn zahllose andere Menschen um den grössten Teil des Ertrages ihrer Arbeit betrogen und beraubt werden, so geschieht diese wahnwitzige Güteraufhäufung nur aufgrund zahlloser Verbrechen und ist mithin gemeingefährlich. Neun Zehnteile aller jetzt lebenden Menschen leiden unter den Folgen dieser kriminellen Narretei, und es werden Diejenigen für »verrückt« erklärt, welche es wagen, den oben gekennzeichneten Wahnsinn bei dessen richtigem Namen zu nennen.

...

Weshalb lassen sich denn die dummen Teufel das gefallen! Ja weshalb? Weil sie grösstenteils dermaßen vernagelt sind, dass sie den Raub gar nicht bemerken. Weil ihre Gehirne bis zur Unzurechnungsfähigkeit durch Pfaffen, Schulmeister, Zeitungsschmierer und andere Schädelverpester systematisch gelähmt wurden, so dass sie nicht mehr die Fähigkeit besitzen, allen jenen Schlichen zu folgen, vermöge welchen ihnen die reichen Spitzbuben die Früchte ihrer Arbeit verschleppen.

...

Die Menschheit ist trotz allem Bildungsgefackel über ihre Vergangenheit im Grossen und Ganzen so unaufgeklärt, dass die Meisten gar keine Ahnung davon haben, wie das Kapital, welches heutzutage die Welt beherrscht, ursprünglich entstanden ist. Ebenso wenig kennt die grosse Masse des Volkes die ökonomischen Gesetze, resp. die Spitzbuben-Maximen, auf Grund welcher gegenwärtig neue Kapitalien auf alte Reichtümer getürmt werden. Und doch ist lediglich ein Fünkchen gesunder Menschenverstand nötig, um diese Dinge zu ergründen, ein Beweis, dass es an diesem Minimum von Vernunft weit und breit mangelt, was auf epidemischen Idiotismus schliessen lässt.

Auszüge aus Johann Most, Der Narrenthurm, 1888, über den Irrsinn der Massen

 

 

What is Property   Pierre Joseph Proudhon